Meldungen aus dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
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Soldaten der Marinetechnikschule Parow für ihren Einsatz in Lettland geehrt

Zwei Kriegsgräberanlagen wiederhergestellt

Soldaten der Marinetechnikschule aus Stralsund die für ihren Arbeitseinsatz auf einer Kriegsgräberanlage in Lettland mit einer Urkunde, der Ehrenfliese des Volksbundes und dem Reiseführer des Heimatverbandes M-V geehrt wurden.

Soldaten der Marinetechnikschule aus Stralsund die für ihren Arbeitseinsatz auf einer Kriegsgräberanlage in Lettland mit einer Urkunde, der Ehrenfliese des Volksbundes und dem Reiseführer des Heimatverbandes M-V geehrt wurden. Volksbund

Im Rathaus der Hansestadt Stralsund wurden am 6. November 2025 neun Soldaten der Marinetechnikschule Parow für ihren ehrenamtlichen Arbeitseinsatz auf Kriegsgräberstätten in Lettland ausgezeichnet. Zwei Wochen lang hatten sie im Sommer nahe der Stadt Daugavpils zwei deutsche Kriegsgräberstätten des Ersten Weltkrieges in Alt-Schödern und Alt-Grünwald gepflegt und instandgesetzt.

Dank und Anerkennung im Rathaus Stralsund

Bei der feierlichen Ehrung würdigten der 1. Stellvertreter des Oberbürgermeisters der Hansestadt Stralsund, Heino Tanschus, der Vorsitzende des Volksbund-Kreisverbandes Vorpommern-Rügen, Thomas Reichenbach, sowie der stellvertretende Kommandeur der Marinetechnikschule, Fregattenkapitän Senebald, den Einsatz der Soldaten.

In seiner Ansprache betonte Heino Tanschus, dass die Stadt Stralsund mit der Einladung ins Rathaus ihre Wertschätzung für das Engagement der Soldaten ausdrücken wolle: „Ihr Einsatz soll sichtbar sein – und wir sagen als Stadtgesellschaft Danke“, so Tanschus.

Eine besondere Friedensmission

Tanschus hob hervor, dass die Pflege von Kriegsgräbern weit mehr sei als eine Pflichtübung. Sie sei eine „besondere Friedensmission“, die das Bewusstsein für Geschichte wachhalte und den Gefallenen ihre Würde zurückgebe. „Mit jedem Spatenstich und jedem Pinselstrich haben Sie diese Ruhestätten vor dem Verfall und damit vor dem Vergessen bewahrt“, sagte Tanschus. „Sie zeigen, dass Erinnerung nicht Vergangenes bewacht, sondern Zukunft schützt.“

Unter der Leitung von Kapitänleutnant Martin Voß hatten die Soldaten die teils stark verwilderten Gräber gepflegt, Wege begradigt und Grabkreuze aufgerichtet. Dabei kamen sie auch mit der Geschichte der Orte und den Schicksalen der Gefallenen in Berührung.

Gelebte Verantwortung und Friedensarbeit

Gerade in einer Zeit, in der der Begriff „Krieg“ wieder alltäglich geworden sei, sendeten solche Einsätze eine wichtige Friedensbotschaft, so Tanschus weiter. „Das ist gelebte Verantwortung, das ist gelebte Friedensarbeit“, betonte er abschließend.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge organisiert jährlich Arbeitseinsätze in ganz Europa, bei denen Bundeswehrangehörige, Schülerinnen und Schüler sowie Ehrenamtliche historische Kriegsgräberstätten pflegen. Allein in diesem Jahr nahmen rund 40 Soldatinnen und Soldaten aus Mecklenburg-Vorpommern an vier Auslandseinsätzen teil – freiwillig und mit großem Engagement für Erinnerung und Versöhnung.