Mit großem Engagement und hoher Einsatzbereitschaft haben zehn Soldaten der Marinetechnikschule Parow Ende Juni und Anfang Juli einen wichtigen Beitrag zur Pflege deutscher Kriegsgräber im Ausland geleistet. Vom 28. Juni bis 7. Juli arbeiteten sie auf der Soldatenfriedhofsanlage Szawelewka in Lettland, um die Kriegsgräberstätte wieder in einen würdigen Zustand zu versetzen.
Anspruchsvolle Arbeiten unter schwierigen Bedingungen
Bei ihrer Ankunft bot sich den Soldaten ein ernüchterndes Bild: Der Friedhof aus dem Ersten Weltkrieg mit seinen 24 Begräbnisreihen und 441 Betonkreuzen befand sich in einem stark verwilderten und sanierungsbedürftigen Zustand. Entsprechend umfangreich waren die anstehenden Pflegearbeiten.
Erschwert wurden diese zusätzlich durch hochsommerliche Bedingungen. Bei Temperaturen von rund 27 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von etwa 75 Prozent leisteten die Soldaten an neun aufeinanderfolgenden Tagen körperlich anspruchsvolle Arbeit.
Dank ihres unermüdlichen Einsatzes konnte die Kriegsgräberstätte schließlich wieder in einen angemessenen und würdigen Zustand versetzt werden. Kapitänleutnant Voß, der den Arbeitseinsatz leitete, zog ein positives Fazit: „Ich bin stolz auf die geleistete Arbeit meines Teams.“
Schulkommandeur würdigt den Einsatz persönlich
Eine besondere Anerkennung erfuhr die Arbeit der Soldaten durch den Besuch des Schulkommandeurs der Marinetechnikschule Parow. Kapitän zur See Braband reiste eigens nach Lettland, um sich persönlich ein Bild von den umfangreichen Arbeiten und dem Engagement seiner Soldatinnen und Soldaten zu machen.
Sein Besuch unterstreicht die Bedeutung dieses besonderen Einsatzes. Die Pflege von Kriegsgräberstätten ist weit mehr als reine Instandhaltung. Sie bewahrt die Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewalt, fördert das historische Bewusstsein und leistet einen wichtigen Beitrag zur Verständigung und Versöhnung in Europa.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge dankt den Soldaten der Marinetechnikschule Parow herzlich für ihren engagierten Einsatz sowie der Bundeswehr für die langjährige und verlässliche Unterstützung der Kriegsgräberarbeit.