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Meldungen aus dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
Meldungen aus dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern

159 Kriegstote auf der Patenkriegsgräberstätte Stare Czarnowo beigesetzt

Gefallene aus Hinterpommern erhalten ihre letzte Ruhestätte

Einbettung von Kriegstoten auf der Kriegsgräberstätte Stare Czarnowo/ Polen

Einbettung von Kriegstoten auf der Kriegsgräberstätte Stare Czarnowo/ Polen


Auf der Patenkriegsgräberstätte Stare Czarnowo in Polen wurden am 24. Juni 2026 159 Kriegstote beigesetzt, die in den vergangenen zwölf Monaten im Bereich Hinterpommern geborgen worden waren. Bei dem Großteil der Toten handelt es sich um Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg gefallen sind.

Mit der Einbettung erhielten die Verstorbenen nach Jahrzehnten ihre letzte Ruhestätte. Die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge macht es möglich, dass gefallene Soldaten gefunden, identifiziert und würdevoll bestattet werden können.
 

Gemeinsam erinnern und Verantwortung übernehmen

Zur Einbettungsveranstaltung kamen Vertreter aus Kirche, Bundeswehr und Zivilgesellschaft zusammen, um der Toten zu gedenken und ihnen die letzte Ehre zu erweisen. Auch Schülerinnen und Schüler der Regionalen Schule Penkun nahmen an der Zeremonie teil. Sie legten für jeden der beigesetzten Kriegstoten Blumen nieder und setzten damit ein Zeichen des persönlichen Erinnerns und der Verbundenheit über Generationen hinweg.
 

Gedenken in Demut und als Mahnung zum Frieden

Die Gedenkrede hielt Oberstleutnant Joachim Ruthe, Kommandeur des Jägerbataillons 413 aus Viereck. Die geistliche Besinnung übernahm Pastor Bernhard Riedel vom Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis.

Beide Redner betonten, dass das Gedenken an die deutschen Kriegstoten auf polnischem Boden niemals ohne Demut stattfinden könne. Die Erinnerung an die Opfer des Zweiten Weltkrieges müsse immer mit der Verantwortung verbunden sein, aus der Geschichte zu lernen. Das Schicksal der Toten sei eine eindringliche Mahnung, sich für Frieden und Verständigung einzusetzen.
 

Kränze am Hochkreuz und Totengedenken

Zum Abschluss der Zeremonie wurden Kränze am Hochkreuz der Kriegsgräberstätte niedergelegt. Das Totengedenken sprach der Bildungsreferent des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Henning.

Mit der Einbettung der 159 Kriegstoten wurde die Aufgabe der Kriegsgräberfürsorge fortgesetzt: den Toten ein würdiges Grab zu geben und zugleich durch die Erinnerung an ihr Schicksal für Frieden und Versöhnung einzutreten.
 

Stare Czarnowo – ein Ort des Erinnerns

Auf der Kriegsgräberstätte Stare Czarnowo sind inzwischen mehr als 30.000 deutsche Kriegstote aus dem Zweiten Weltkrieg bestattet. Die Anlage ist damit eine der größten deutschen Kriegsgräberstätten in Polen und ein wichtiger Ort der Erinnerung und der internationalen Verständigung.

 

Eindrücke von der Einbettungsveranstaltung